Tagesfortbildung Qualitätsmanagement

Neue Qualitätsprüfrichtlinien und Abläufe der Qualitätsprüfungen in stationären Einrichtungen

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wurde die gesamte Struktur der Qualitätssicherung im Rahmen der Pflegeversicherung neu geordnet. Ab November 2019 treten die neue QPR, die neu definierten Qualitätsbereiche, die Prüfbögen und die Erfassung der Qualitätsindikatoren in Kraft. Inhaltliche Gestaltung und Form der Qualitätsprüfungen des MDK werden sich mit diesem Datum von Grund auf ändern.

Dieser zweitägige Workshop vermittelt die neuen Inhalte der Qualitätsprüfungen und bereitet (leitende) Fachkräfte und Einrichtungsleitungen von stationären Pflegeeinrichtungen und solitären Einrichtungen der Kurzzeitpflege auf die Prüfungen vor.

MDK vor Ort

Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes stellen für ambulante Pflegeeinrichtungen häufig noch eine Belastung dar. Dies liegt i.d.R. an der mangelnden Erfahrung der leitenden Pflegefachkräfte mit der Prüfsituation und an mangelnden Kenntnissen der Qualitätsprüfrichtlinien bzw. der Prüfkriterien.

Wir geben den teilnehmenden Fachkräften mit diesem Seminar eine strukturierte Vorbereitungsmatrix für die Prüfungen, simulieren den Prüfablauf und üben die Nachbereitung von Qualitätsprüfungen ein.

Expertenstandards in der Pflege I: Schmerzmanagement bei akuten und chronischen Schmerzen

Ein wirksames pflegerisches Schmerzmanagement ist ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Pflegebeziehung. Pflegefachkräfte haben hierbei die komplexe Aufgabe, durch ihr Handeln und ihre Interaktion mit dem an Schmerzen leidenden Patienten Einfluss auf das Schmerzerleben zu nehmen und es aktiv und positiv im Sinne des Patienten zu gestalten.

Im Tagesseminar werden die pflegerischen Algorithmen in der pflegerischen Begleitung von Menschen mit akuten oder chronischen Schmerzen eingeübt und die Wirkstoffgruppen eines medikamentösen Schmerzmanagement wiederholt.

Expertenstandards in der Pflege II: Dekubitusprophylaxe

Das Tagesseminar wendet sich an alle an der pflegerischen Versorgung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vermittelt Handlungsstrategien zum Erkennen eines Dekubitusrisikos und zur Einleitung und Evaluation von wirksamen Interventionen zur Vermeidung von druckbedingten Wunden.

Expertenstandards in der Pflege III: Beziehungsgestaltung in der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz

Für eine aktivierende und demenzgerechte Pflegebegleitung wird im Expertenstandard eine auf einem Person-zentrierten Konzept basierende Pflege und Betreuung gefordert. Ein solches Konzept beschreibt u.a. die beziehungsfördernden und gestaltenden Maßnahmen bei der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz.

Das zweitägige Seminar richtet sich vornehmlich an Pflegende, die die Aufgabe übernommen haben, Menschen mit Demenz pflegerisch zu begleiten. Der sehr anspruchsvolle Expertenstandard wird in seinen Struktur-, Prozess- und Ergebnisebenen vor dem Hintergrund eines Person-zentrierten Betreuungskonzeptes erläutert und mit praktischen, handlungsleitenden Beispielen ergänzt.

Expertenstandards in der Pflege IV: Sturzprophylaxe in der Pflege

Stürze gehören in der Langzeitpflege zu den häufigsten Ereignissen, die zu einem pflegerischen Notfall führen. Die Vermeidung von Stürzen und die Förderung der Mobilität sind grundlegende Aufgaben aller an der Pflege und Betreuung beteiligten Personen.

Das Tagesseminar wendet sich an alle an der pflegerischen Versorgung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vermittelt Handlungsstrategien zum Erkennen eines Sturzrisikos und zur Einleitung und Evaluation von wirksamen Interventionen zur Vermeidung von Stürzen.

Expertenstandards in der Pflege V: Förderung der Harnkontinenz

Die Fähigkeit, die Urinausscheidungen zu kontrollieren, gehört zu den ersten in der kindlichen Entwicklung erlernten Kontrollfähigkeiten. Sie gilt gemeinhin im Erwachsenenalter als Indikator für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie für soziale Integrität. Der krankheitsbedingte Verlust dieser Kontrollfähigkeit bedeutet für die Betroffenen einen schweren Einschnitt in das Selbstwertgefühl.

In diesem Tagesseminar möchten wir die Teilnehmer/-innen für dieses sensible Thema sensibilisieren und strukturierte pflegerische Handlungspfade zur Vermeidung der Harninkontinenz bzw. zur (teilweisen) Wiedererlangung der Kontinenz aufzeigen.

Medikamentenmanagement

Die Prozesse um die Verordnung, Lagerung und Vergabe von ärztlich verordneten Medikamenten gehören zu den sogenannten „kritischen Prozessen“, da sie mit einem besonders hohen Risikopotenzial bei nicht konformer Durchführung verbunden sind. Daher gilt es, das Medikamentenmanagement klar zu regeln, um Gefahren für die Gesundheit oder das Leben auszuschalten.

Der Workshop analysiert die einzelnen Teilprozesse und gibt Hinweise, wie das Medikamenten-management in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen rechtlich sicher und pflegefachlich korrekt gestaltet werden kann.

Die Veranstaltung richtet sich an Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte, die im Rahmen der sog. „Behandlungspflegegruppe Null“ mit der Beschaffung, Lagerung und Vergabe ärztlich verordneter Medikamente betraut sind.

Pflege und Betreuung von Menschen mit Suchterkrankungen: Suchthilfe meets Altenhilfe

Suchthilfe und Altenhilfe sind nach unterschiedlichen Prinzipien arbeitende Hilfesysteme. Während die Pflege und Betreuung alter Menschen durch Vorgaben der Kostenträger (Kranken- und Pflegekassen, Sozialämter) und häufig von privatwirtschaftlichen Gewinninteressen geprägt ist, kann in der Suchthilfe häufig noch freier und unabhängiger im Rahmen der üblichen „Komm-Strukturen“ gearbeitet werden. Darüber hinaus gilt in vielen Einrichtungen der Altenhilfe entweder das unreflektierte „Gönnen“ von Suchtmitteln oder das strikte Abstinenzparadigma – eine strukturierte und individuelle Risikoanalyse bleibt meistens aus.

Ein Hilfe- und Unterstützungsangebot, das beide Ansätze miteinander vereint, ist bislang nur in Modellprojekten erprobt, obwohl die Zahl der Menschen mit einer Konsumproblematik in stationären und ambulanten Versorgungssettings der Altenhilfe weiter steigt.

In diesem Workshop werden in Anlehnung an das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt „Sucht im Alter“ Wege zur Vereinbarkeit der beiden Hilfesysteme vorgestellt.

Einführung des Strukturmodells in der ambulanten, stationären und teilstationären Pflege

Das Strukturmodell (SIS®) hat sich mittlerweile als meistgenutztes Modell zur Steuerung und Dokumentation des Pflegeprozesses und der Darlegung eines Person-zentrierten Ansatzes in der Langzeitpflege etabliert.

Die Vorteile liegen in der konsequenten Orientierung an den Bedürfnissen und Wünschen der Pflegebedürftigen in Form von Verständigungsprozessen, dem frühzeitigen Erkennen von Veränderungen der Situation, einem rationalen Umgang mit pflegerelevanten Risiken und Phänomenen sowie eine Rückbesinnung auf die fachliche Kompetenz der Pflegefachkräfte: Hinzu kommt nach erfolgreicher Implementierung des Strukturmodells ein Entbürokratisierungseffekt über die rationale Reduktion der Dokumentationstätigkeiten.

Wir orientieren unsere Schulungen an den Empfehlungen des bundesweiten Lenkungsgremiums zur Einführung des Strukturmodells. Dies heißt insbesondere:

  • Durchführung einer Einführungsschulung im Umfang von 16 Stunden
  • Nutzung der aktuellen einheitlichen Schulungsunterlagen des Projektbüros EinSTEP
  • Moderation der Schulung durch einen qualifizierten und von den Landesverbänden der Trägerorganisationen nachweislich geschulten Multiplikator
  • Bei Bedarf Begleitung der Umsetzung in den Einrichtungen durch 3 vierstündige externe Reflexionstreffen