Tagesfortbildung Hygiene / Arbeitsschutz / Notfallmanagement

Arbeitsschutz in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen

Der Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen, die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit stehen, gehört zu den Aufgaben der Geschäftsleitung eines jeden Pflegeunternehmens. Die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen wird von den Behörden (Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi) bzw. Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg (LAVG)) regelmäßig überprüft.

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer/-innen die relevanten gesetzlichen Bestimmungen sowie die relevanten Gefährdungsklassifikationen kennen und werden zur Durchführung von Gefährdungs-beurteilungen angeleitet.

Ziel ist es, Ihr Pflegeunternehmen durch die Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen zum Arbeitsschutz auf die Begehungen der Behörden vorzubereiten.

Wundmanagement chronische Wunden Grundlagen

Das Risiko eine chronische Wunde zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Lebensalter an und liegt nach dem 80\. Lebensjahr an. In Deutschland reichen Schätzungen von 900.000 Patienten bis zu 4 Millionen, die allein durch die 3 häufigsten Krankheitsbilder Decubitus, Ulcus cruris venosum und diabetisches Fußulcus betroffen sind. Das interproffessionelle Zusammenwirken aller an der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden beteiligten Versorgern ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung dieses Krankheitsbildes. In diesem Seminar werden Grundlagen vermittelt, die dabei helfen sollen mit den Betroffenen gemeinsam die richtigen Maßnahmen aus pflegerischer Sicht zu ergreifen. Das Verständnis für modernes Wundmanagement wird gefördert und trägt somit zu mehr Sicherheit im Umgang mit chronischen Wunden bei.

Hygienetag

Ein gutes Hygienemanagement ist die beste Prävention gegen Infektionskrankheiten und sorgt für Sicherheit der Beschäftigten und der Pflegebedürftigen.

Festzulegende hygienische Maßnahmen folgen hierbei dem Infektionsrisiko und können sich daher in den einzelnen Pflegesettings unterscheiden. Höchstes Schutzbedürfnis besteht in der Langzeit-, Intensiv- oder Schwerstpflege. Es baut sich über die Pflegestation zur stationären Kurzzeitpflege, über die Tagesklinik bis hin zu den Wohnbereichen, der Tagespflege oder dem betreuten Wohnen deutlich ab. In der ambulanten Pflege und Hauskrankenpflege gelten spezifische Anforderungen.

Die Teilnehmer/-innen am Hygienetag erlernen oder wiederholen die Grundsätze der Personalhygiene und der Umgebungshygiene im Pflegezusammenhang und setzen sich mit den Elementen eines strukturierten Hygienemanagements auseinander. Besondere Hygienevorschriften im Umgang mit multiresistenten Keimen (3-MRGN, 4-MRGN, MRSA) und arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen werden vertiefend vermittelt.

Notfallmaßnahmen und Notfallprävention in der Pflege

Pflegekräfte sind in ihrer Arbeit mit alten und/oder kranken Menschen häufig mit Situationen konfrontiert, die ein schnelles und routiniertes Eingreifen erfordern, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Diese Routine in Notfallsituationen muss regelmäßig neu trainiert werden, um ein sicheres Handeln der Mitarbeiter/-innen gewährleisten zu können.

Dieses Notfallseminar ist geeignet für alle Pflegekräfte aus ambulanten oder stationären Pflege-einrichtungen. Es werden praxisnah Notfallsituationen simuliert und anerkannte Handlungsalgorithmen eingeübt.

Die Teilnehmer/-innen erhalten nach Absolvierung der Veranstaltung ein Zertifikat, das als Nachweis der Teilnahme an Notfallmaßnahmen und Erster Hilfe (gem. Prüfkriterium 5.6 der QPR ambulant/stationär) verwendet werden kann.

Portkatheter - Sicherheit im Umgang

Portkathetersysteme haben sich in den letzten 20 Jahren zur Behandlung von unterschiedlichen Erkrankungen zur Verabreichung von Arzneimitteln durchgesetzt. Portsysteme stellen für Pflegende hohe Anforderungen an Kompetenz, Hygiene und Sorgfalt, um Komplikationen zu vermeiden. In diesem Seminar erwerben sie theoretisches und praktisches Grundlagenwissen, um im Berufsalltag mehr Sicherheit im Umgang mit Portkathetersystemen zu erhalten.